Skitour Schilt (2299 m.ü.M.)

Foto: Fritz Hunold

Ein Ausgangspunkt für die Skitour Schilt (2299 m.ü.M.) ist die Ranegg (1620 m.ü.M.), bequem zu erreichen mit dem Skilift Schilt. Ein Skitouren-Billet (einfache Bergfahrt) kostet CHF 8.00. Die sehr beliebte Tour gilt als einfach zu bewältigen und bietet ein atemberaubendes Panorama auf die Glarner Alpen.

Tourengänger, die den Skilift nicht benützen möchten, bitten wir, im Zeichen der Sicherheit den offiziellen Aufstieg (Winterwanderweg über Naturfreundehaus) und unter keinen Umständen die Skipiste zu benützen.

Der Abstieg führt beim mittleren Stafel über eine kleine Gegensteigung zurück zur Ranegg und nachher über die Skipiste (Hinweistafel beim mittleren Stafel beachten). Das Befahren des Winterwanderwegs zum Naturfreundehaus ist untersagt.

Für die physische Stärkung oder zur Übernachtung empfehlen wir eines der drei Gasthäuser.

Laden Sie sich die Tour gratis auf Ihr iPhone herunter via GPS Tracks. Anleitung zum Download finden Sie hier.

Fotoarchiv Skiclub Obstalden

«Fünfliber-Parsenn»

Die Geschichte dieser Rundtour geht fast ebenso weit zurück wie die des Schilt. Richtig bekannt wurde sie während des Zweiten Weltkrieges und danach als «Fünfliber-Parsenn». Denn für rund fünf Franken fuhr man von Zürich mit dem Zug nach Näfels, überwand die insgesamt 2000 Höhenmeter bei elf Kilometer Horizontaldistanz bis zur Robmen, um dann über Hüttenberge nach Obstalden hinunterzubrausen und dort wieder in den Zug einzusteigen. [Fotos]

Mit diesem Rundreiseticket landeten die Schweizerischen Bundesbahnen einen Hit, der keine Vergleiche mit heutigen Verhältnissen zu scheuen braucht. So sei es vorgekommen, berichtet der gebürtige Kerenzerberger Hans Grob, dass an schönen Sonntagen 1500 bis 1800 Skifahrer gezählt wurden. Einer Prozession gleich, wälzten sie sich zum Schilt hinauf, um sich ins Mürtschental zu ergiessen und nach besagtem Gegenanstieg zum Robmen in den engen Waldschneisen beim Alt Stafel oberhalb Obstalden gefährlich zu stauen. Dies aber nicht ohne auf der Mürtschenalp beim bärtigen Noldi Grob – man nannte ihn den «wilden Mann» – auf einen Tee einzukehren. Für die Einheimischen war das gratis, von den Auswärtigen verlangte Noldi Grob einen Batzen. Nur einmal, so berichtet Hans Grob, wartete Noldi auf Mürtschen vergebens auf seine vielen Teekunden. Auf dem Rotärd lag Nebel, und die ersten, die dort ankamen, verirrten sich. Sie bogen zu früh ab und fuhren hinunter nach Spannegg und zum Talalpsee. Alle andern, die nachkamen, folgten ihren Spuren ...

 Quelle: SAC - Die Alpen (01/2007)